Seniorengerechter Umbau von Häusern und Wohnungen

Wenn man geboren wird kümmern sich, bis man auf eigenen Beinen steht, die Eltern um einen. Auch wenn man erwachsen ist, sind die Eltern trotzdem immer für einen da. Doch was tut man, wenn die Eltern es plötzlich sind, für die man da sein muss und nicht mehr umgekehrt? Allein in Deutschland sind rund 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig. Manchmal ist es ein schleichender Prozess und manchmal geschieht es durch einen Sturz oder einen Schlaganfall. Sollte der Betroffene nicht mehr alleine Treppen steigen können, kann es sinnvoll sein, einen Treppenlift anzuschaffen.

Beratung für den Pflegefall

Die erste Anlaufstelle, wenn die Eltern pflegebedürftig werden, ist die Krankenversicherung, die auch für die Pflegeversicherung zuständig ist. Dort muss man einen „Antrag auf Leistungen“ etwa bei der AOK, Techniker Krankenkasse /(TK) oder der Innungskrankenkasse (IKK) stellen, da die Betroffenen einen Anspruch auf umfassende Beratung haben. Auf Wunsch erhält man einen Gutschein für die Beratung in einer unabhängigen, neutralen Beratungsstelle, beim örtlichen Pflege-Stützpunkt zum Beispiel. Die Pflegeberatung berät bezüglich der auftretenden Probleme, wie zum Beispiel der Suche nach einem geeigneten Heim oder dem altersgerechten Umbau der Wohnung. Besonders wichtig ist es, sich in dieser Phase mit der Familie zu beraten und den finanziellen Spielraum zu klären.

Das Leben im Alter leichter machen

Neben den Pflegekosten durch Pflegepersonal kommen noch weitere Kosten auf die Angehörigen zu. Altersgerechte Umbauten, aber auch altersgerechte Möbel sind dabei wohl die kostspieligste Investition. Allerdings können sie dabei helfen, die Lebensqualität des Betroffenen sowie den Alltag der Pflegenden enorm zu entlasten. Dazu gehört neben dem genannten neuen und gebruachten Treppenlift z.B. von gebraucht-treppenlifte.de unter anderem auch die Anschaffung eines Pflegebetts. Dies hat einen höheren Einstieg und vielleicht einen Griff über dem Bett, damit sich die Person leichter aufrichten kann. Gleichzeit kann man auch über Sessel mit Aufstehhilfen nachdenken. Außerdem, falls es sich um das eigene Haus handelt, sollte man überlegen, Schlafzimmer von der oberen Etage in die untere Etage zu verlegen. Das spart nicht nur Zeit im Alltag, sondern ist für Rettungskräfte im Ernstfall auch leichter zu erreichen. Für all diese Dinge kann einem der Antrag auf Pflegeleistungen finanzielle Hilfe geben.

Vorbereitung für den Besuch des Pflege-Gutachters

Sobald man die Pflegeleistungen beantragt hat, kommt ein Vertreter des Medizinischen Dienstes für Krankenversicherungen (MDK) vorbei und erstellt ein Gutachten, ob und in welcher Höhe einem Menschen Leistungen aus Pflegeversicherungen zustehen. Es ist wichtig, den Besuch des Gutachters gut vorzubereiten. Zu aller erst sollte man ein Pflegetagebuch führen. Dort sollte festgehalten werden, wobei der Betroffene Hilfe benötigt, zum Beispiel beim Waschen, Anziehen, Essen und wie viel Zeit dafür benötigt wird. Des Weiteren sollte man den Pflege-Prüfer nicht alleine empfangen, da bei Streitigkeiten Zeugen wichtig sind und man sollte außerdem ehrlich sein. Das heißt, dass man weder etwas beschönigen, noch schlechtreden sollte.

Weitere Schritte nach dem Gutachten

Sollte der Antrag auf Pflegeleistung abgelehnt werden oder sollte es aus eigener Sicht zu wenig Geld aus der Pflegekasse geben sollten Sie umgehend Widerspruch gegen das Gutachten einlegen und eine Kopie fordern. Mithilfe der Angaben im Gutachten lassen sich mögliche Fehler erkennen. Nach dem Widerspruch müssen die Angaben im Pflegeantrag noch einmal geprüft werden.

Wird dem Antrag auf Pflegeleistung statt gegeben, gilt es zu überlegen, ob jemand aus der Familie oder ein ambulanter Pflegedienst den Eltern zu Seite stehen und sie pflegen soll. In vielen Fällen lässt sich auch beides kombinieren. Wenn man die zusätzliche Belastung zuhause allerdings nicht tragen kann, weil man z.B. einfach nicht oft genug zuhause ist, dann sollte man über den Umzug in ein Pflegeheim oder in eine sogenannt betreute Wohngruppe überlegen. Dabei sollte man unbedingt beachten, dass das Heim oder das betreute Wohnen möglichst in der Nähe von Freunde und Familie ist. Man sollte das Heim unangemeldet besichtigen und auch die Heimbewohner nach Erfahrungen fragen. So kann man sicher stellen, dass der oder die Angehörige vernünftig untergebracht ist und trotz der neuen Wohnsituation nicht die Verbindung zur Familie verliert.

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